Wer kann in die private Krankenversicherung wechseln?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Je nach Beruf und Verdienst gibt es nämlich unterschiedliche Regelungen:

Angestellte bzw. Arbeitnehmer ...

können nur dann in eine private Krankenversicherung wechseln, wenn Ihr Bruttoeinkommen über einer gewissen Verdienstgrenze liegt.

Diese Grenze liegt derzeit bei 46.350 Euro pro Jahr. Umgerechnet auf das monatliche Einkommen entspricht das 3.862,50 Euro.

Dabei zählen auch 13. und 14. Monatsgehälter mit. Sie können sich also auch privat versichern, wenn Sie z.B. bei 13 Gehältern monatlich 3.565,39 Euro verdienen.

Selbständige und Freiberufler ...

können sich ohne Einschränkungen immer privat krankenversichern.

Ärzte, Zahnärzte und Veterinäre ...

haben natürlich -wie alle anderen Freiberufler auch- die Möglichkeit, sich über eine private Krankenversicherung abzusichern. Dabei bieten manche PKV-Tarife speziell für Heilberufe sehr interessante Krankenversicherungen an.

Beihilfeberechtigte (Beamte) ...

können sich ebenfalls privat versichern, ohne dass irgendwelche Einschränkungen beachtet werden müssen. Fast alle Privatversicherungen haben für Beamte besondere Beihilfe-Tarife.

Studenten ...

genießen bis zum 25. Geburtstag die kostenlose Mitversicherung über die Eltern. Danach kann sich jeder Student gegen einen monatlichen Beitrag von 53,59 Euro weiterhin in der gesetzlichen Kasse versichern.

Spätestens aber mit dem 30. Geburtstag greifen die günstigen Studententarife nicht mehr. Von da an beträgt der monatliche Beitrag bei den gesetzlichen Kassen stolze 111,- Euro.

Dann ist eine private Krankenversicherung oft die bessere Wahl. Einige Gesellschaften haben speziell für Studenten sehr günstige PKV-Tarife.

Ausführliche Infos zur privaten Krankenversicherung als Student sowie einen kompletten PKV-Vergleich finden Sie in diesem kostenlosen Online-Rechner für Studenten.

Doch egal, welcher dieser Gruppen Sie angehören ...

eine Hürde ist immer zu nehmen: Die Gesundheitsfragen.

Ihr baldiger Versicherer möchte sich ein Bild über bestehende Erkrankungen bzw. erlittene Unfälle machen. Dazu werden Ihnen bei Antragstellung einige Fragen zu Ihrer Gesundheit gestellt.

Sind gravierende, nicht ausgeheilte Erkrankungen vorhanden, kann Ihre künftige Versicherung einen Risikozuschlag verlangen, einzelne Erkrankungen vom Versicherungsschutz ausschließen, oder den Antrag auch ganz ablehnen.

Tipp Private Krankenversicherung Die privaten Krankenversicherungen beurteilen gewisse Vorerkrankungen sehr unterschiedlich. Hier lohnt es sich zu wissen, welche Gesellschaft bei welcher Vorerkrankung auch mal ein Auge zudrückt.